Das Abendmahlgeschirr

Das Abendmahlgeschirr besteht aus Kanne, Kelch und Teller.

Alle drei Geräte sind sehr alt, aus reinem Silber und sie wurden teilweise von reichen Gemeindegliedern gestiftet. Sie lagern nicht in der Kirche, sondern im Tresor des Gemeindeamtes und werden nur zur Amtshandlung von dort entnommen.

Der Kelch

Unter dem Pfarrer Mathias Barlen wurde im Jahre 1714 der silberne Abendmahlskelch geschenkt, von den Eheleuten Gerhard Lauckes und Elisabeth geb. Winkels aus Lintfort.  Kamp- Lintfort gehörte bis zum Jahre 1917 zur Gemeinde Repelen und die Repelner Pfarrer hatten viel zu tun, um alle Gemeindeglieder auf ihren weit verstreuten Höfen bis nach Hoerstgen hin zu besuchen. Es gab damals noch keine richtigen Verkehrswege oder Autos; sie machten das zu Fuß oder mit dem Pferdekarren. Der Kelch trägt unter seinem Fuß eine Inschrift, die auf die Spender hinweist: „GERIDT LAUCKES  LISBETH WINKELS  1714“

Der Teller

Die 2. Anschaffung war der silberne Brotteller, der auch heute noch in Repeln vom Pfarrer herumgereicht wird, und von dem das Abendmahlbrot an die Gemeinde verteilt wird.

Dieser Teller wurde auch gestiftet, und zwar von den Eheleuten Wilhelm Dickmann und seiner Frau Maria. Das war im Jahr 1741 unter dem Pfarrer Daniel Theodor von Essen. Die Familie Dickmann waren reiche Bauersleute und ihr Grabstein steht heute noch ganz vorn rechts an der Kirche.

Auf der Unterseite des Tellers finden wir die Inschrift:

Dieses gibt Wilhelm Dickman und Maria seine Hausfrouw zu Repelen auff dem Tisch des Herrn Anno 1741

Die Kanne

Die dritte und letzte Anschaffung war die silberne Kanne, die zur Amtszeit von Prediger Gisbert Faber im Jahre 1773 gekauft wurde. Ein weiterer Einzelspender wie bei den anderen Geräten konnte nicht gefunden werden. Die Kanne wurde von der gesamten Gemeinde gespendet. Man sammelte einen Betrag von 155 Talern und 21 Groschen ein.  Darüber liegt im Archiv der Kirche noch heute eine Sammelliste, handschriftlich ausgestellt von Pfarrer Faber.

Nachricht, was die Gemeindglieder zur Anschaffung einer silbernen Kanne bey der Cumunion beygesteuert haben.
Anno 1773.

Die Kanne trägt unter ihrem Fuß die Aufschrift:
Communiekanne der Kirche Repelen im Fürstenthum Moers anno 1773

Weil die Kanne nicht so viel kostete, verwendete man den Rest des Geldes für die Reparatur der Orgel.

Die Liste ist mehrere Seiten lang und kann hier nur auszugsweise angegeben werden. Der zeitliche Prediger Faber in der allerersten Reihe oben geht mit gutem Beispiel voran und spendet 10 Taler.