Kirchenmusik

Musik war der Herzschlag der Reformation. Martin Luther übersetzte die Bibel nicht nur ins Deutsche, sondern auch zentrale biblisch-theologische Erkenntnisse in Lieder. Und seine Lieder sang die ganze Gemeinde. Der Gemeindegesang war von Beginn an ein Kennzeichen der evangelischen Gemeinden.

„Davon ich sing’n und sagen will“,

dichtete Luther in einem seiner Weihnachtslieder und legte den Grundstein für den deutschsprachigen Gemeindegesang und damit für eine Vielzahl von Kompositionen, die die evangelische Kirchenmusik durch die Jahrhunderte hervorbrachte. Durch sie lebt das begeisterte Singen und Musizieren vieler Menschen in Chören und Instrumentalkreisen bis auf den heutigen Tag fort.

In seiner berühmten Torgauer Kirchweihpredigt 1544 legte Luther dar, dass im Gottesdienst nichts anderes geschehen solle, „denn dass unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort, und wir wiederum mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang“. Heute reicht das Wirken der Kirchenmusik weit über den gottesdienstlichen Bereich hinaus. Nicht umsonst hat der Deutsche Kulturrat im Jahre 2010 die Kirche als Kulturträgerin in Deutschland auf dem Gebiet der Musik hervorgehoben. In der Kirchenmusik finden viele Menschen einen ersten oder einen neuen Kontakt zur Kirche. Die Musik ist eine Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft und damit eine wichtige Verbindung zu vielen Menschen, auch zu denen, die heute nicht mehr selbstverständlich kirchlich sozialisiert sind.

Reformation und Musik  heißt für uns, Traditionen zu bewahren, Gutes weiter zu tragen und allzeit Neues zu probieren. Ich danke allen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern in unserer Landeskirche, die sich dieser Aufgabe annehmen und durch Ihr Tun die frohe Botschaft auch im 21. Jahrhundert durch die Musik weiter tragen.

Zitat von: Dr.hc.Nicolaus Schneider
Präses der Ev.Landeskirche 2012

Die drei großen Standbeine der Kirchenmusik

Auch hier in der Repelner Gemeinde wird der Kirchenmusik einen großen Stellenwert eingeräumt.
Das Presbyterium legte schon immer Wert auf 3 große „Standbeine“ für die Musik die in der Kirche erklingen soll.

Neben der Königin der Musik (der Orgel) haben alle Gruppen oft Gelegenheit, den Gottesdienst mit zu gestalten. So spielt der Posaunenchor, wenn möglich bei jedem Taufgottesdient und an allen kirchlichen Feiertagen zur Freude der Gemeinde.